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Wie denken Schüler*innen heute über George Orwells #1984 & Aldous Huxleys „Brave New World“? Feedback/RT erwünscht

1. Februar 2013

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Die beiden Bücher gehörten mal zur Standardlektüre an Schulen, ist das heute auch noch so? Als wir (gemeint sind Frompis wie der Bembel & Co.) es seinerzeit lasen, da gab’s noch kein Smartphone, Twitter und Facebook, und Videoüberwachung war auch eher eine Rarität im Kaufhaus oder am AKW-Zaun.

Die Lektüre von Orwells „1984“ löste da mehrheitlich Unbehagen und Ängste vor totaler Überwachung aus, war aber Science Fiction, eine düstere und eher unvorstellbare Zukunftsvision, vermeidbar. Gleiches gilt für Huxleys „Brave New World“, wobei es hier durchaus Diskussionen gab, ob so eine Zukunft wünschenswert oder abzulehnen sei.

Wie sieht es denn heute aus? Wie stehen Schüler*innen heute, angesichts der immer mehr zunehmenden staatlichen und privaten Überwachung und Datenschnüffelei, der Selbstentblößung im Netz zu „1984“? Wie sieht es angesichts der Möglichkeiten der Selektiv- und Reproduktionsmedizin mit „Brave New World aus“?

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Kategorien:bembel commedia
  1. Dennis
    1. Februar 2013 um 2:06 pm

    Meistens werden die Schüler gar nicht mehr an diese Lektüren herangeführt. Begründung: Keine Zeit und Leistungsdruck. „Brave New World“ wurde im letzten Abi-Jahr ausschließlich im Englisch LK durchgenommen. Für Diskussion ist auch kein Platz mehr. Bei den meisten bleiben höchstens die Nebenfächer, wie Sozialwissenschaften oder Philosphie übrig um mal ihre Meinung zu äußern und sich auszutauschen. Die Schüler lesen die Bücher auch erst gar nicht, weil sie nur das nötigste für die Abschlussklausuren wissen wollen und da ist kein Platz für eigene Gedanken.

    Hat das System? Ich denke ja: Bei unserer Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt und der seriellen Verformung in das Paket „Arbeitskraft“ bleiben die Mündigkeit und außerberufliche Bildung auf der Strecke. Und seit der Bolognareform hat sich das auch auf die Hochschule ausgeweitet. Das Schulministerium definiert, was wir „zu wissen haben“ und gibt somit den beschränkten Blick auf die Welt vor, die uns am Haken der Politik baumeln lässt.

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