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Drohung der deutschen Bank gg. Filmdoku „Schuld. Die Barbarei Europas“ über Hunger & Nahrungsmittelspekulationen

19. Dezember 2011


VideoLink via YouTube-Kanal beautypolitics

Schuld. Die Barbarei Europas
„Eine Dokumentation, die in das Innenleben einer hochtalentierten Fondsmanagerin des größten ETF auf Nahrungsmittel und in das Fleisch unserer Zivilisation blickt.“
Doku von „Zentrum für Politische Schönheit“ www.politicalbeauty.de

Als ob die erschütternden Aussagen im Film nicht schon schlimm genug sind, drohte den Filmemacher_innen offenbar auch noch die Deutsche Bank:

Deutsche Bank will Dokumentarfilm zensieren
„Die Deutsche Bank droht mit rechtlichen Schritten und Schadenersatzklage gegen einen Film über Nahrungsmittelspekulationen, sollte nicht eine Passage des Pressesprechers Frank Hartmann herausgenommen werden. Der Pressesprecher wird dahingehend zusammengefasst, dass nicht die Händler von Banken, sondern die Menschen in Somalia für ihre Armut selbst verantwortlich seien. Daraufhin bestätigt Hartmann: „Natürlich sind die selbst schuld!“ Der Aussage, Menschen in Somalia seien selbst schuld, sich die überhöhten Getreidepreise nicht leisten zu können, droht nun Zensur.“
Humanistischer Pressedienst, 16.12.2011, hpd.de/node/12520

Die Proteste (oder der der Shitstorm) gegen dieses Vorgehen waren dann aber doch via Internet so massiv, daß die Deutsche Bank dann doch davon Abstand nahm, wie u.a. die taz am 18.12.2011 berichtete:<

Deutsche Bank beugt sich Protest
„Die Deutsche Bank verzichtet darauf, einen Film wegen eines strittigen Zitats zu verbieten. Vorausgegangen waren Proteste von Facebook-Nutzern.“

siehe auch das Posting der Deutschen Bank vom auf Facebook am 16.12.2011:

„In eigener Sache: Wir werden nicht gegen Herrn Ruch klagen. Damit würden wir ihm zu viel Ehre erweisen, denn es geht ihm offenbar vor allem um eine möglichst öffentlichkeitswirksame Auseinandersetzung mit der Bank. Wir halten jedoch daran fest, dass Herr Ruch nach unserer Auffassung rechtswidrig gehandelt hat, indem er ein Telefonat mit einem Pressesprecher der Bank, das nach dessen Erinnerung als Hintergrundgespräch, also nicht zum Zitieren, deklariert war, nicht nur aufgezeichnet, sondern auch Passagen daraus veröffentlicht hat, in denen sich der Sprecher nicht korrekt wiedergegeben sieht. Seine in dem Film wiedergegebenen Ansichten entsprechen jedenfalls nicht der Position der Deutschen Bank.“

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