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„überschwemmen“ bald hunderttausende billige Chinesen den deutschen Arbeitsmarkt? geht’s noch mindestlohn.de !? Kommentar:

3. Februar 2011

Auf der Webseite www.mindestlohn.de ist passend zum chinesischen Neujahr eine Meldung zur Stellungnahme der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zum neuen Richtlinienentwurf der Europäischen Kommission für Arbeiter aus nicht europäischen Staaten wie zum Beispiel China zu lesen:

„Hunderttausende von billigen Arbeitskräften aus China könnten schon bald den deutschen Arbeitsmarkt überschwemmen, warnt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Hintergrund ist …“ (IG BAU warnt vor Billiglöhnern aus China 03.02.2011)



Nix gegen einen Mindestlohn von 10 EUR (plus X) für alle (!!!), die hier arbeiten. Aber solche Formulierungen braucht’s nun wahrlich nicht, wer erinnert sich nicht an die angebliche „Asylantenschwemme“, fehlt nur noch, daß die ausländischen Arbeiter wieder zu „Fremdarbeitern“ werden.

Mein Kommentar zum obigen Beitrag auf der Webseite, mal sehen ob er auch freigeschaltet wird, „Nach einer redaktionellen Prüfung wird Ihr Beitrag veröffentlicht“, heißt es da … :
„Hallo, wenn schon Kritik zu üben ist, dann bitte den Entwurf kritisieren (zu den Bedingungen des Herkunftslandes) und nicht die betroffenen Menschen mit solch rassistisch angehauchten Formulierungen wie „billige Arbeitskräfte aus China könnten schon bald den deutschen Arbeitsmarkt überschwemmen“ zur Rhetorik nutzen und Ressentiments gegen Ausländer bedienen. Danke“

Mal ganz abgesehen von der irrationalen Drohung mit Hunderttausenden, warum nicht gleich Millionen, gibt ja schließlich genug ChinesInnen!?

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Kategorien:bembel commedia
  1. 3. Februar 2011 um 9:42 pm

    Nun sind etliche Stunden ins Land gezogen und mein höflich formulierter, kritischer Kommentar zur ressentiment-fördernden Formulierung auf mindestlohn.de ist nicht freigeschaltet worden.
    Sehr schade und absolut unsouverän, ja eigentlich ärgerlich so ein Verhalten!

  2. 3. Februar 2011 um 10:28 pm

    mein zweiter Kommentar auf mindestlohn.de mit dem Ausdruck des Bedauerns über das Nicht-Freischalten des ersten wartet auch noch auf Freischaltung …

  3. 9. Februar 2011 um 2:13 pm

    tja und wie ich sehe, werden kritische (höflich und nicht aggressiv oder trollend) tatsächlich unterdrückt, denn ein Kommentar von Henri Heuer vom Sonntag 06.02.2011 19:05 Uhr wurde freigeschaltet und veröffentlich, wie beschämend …

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