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#Facebook hat seinen Nutzern verboten, das Wort #Lamebook zu verwenden & zensiert Statusmeldungen, E-Mails … #Zensur

24. November 2010

Weil Facebook keinen Spaß oder gar eine Parodie versteht und diese wohl auch nicht für Meinungsfreiheit hät, wenn sie selbst davon betroffen sind, hat Facebook die Betreiber der Seite Lamebook www.lamebook.com wegen angeblicher „Markenrechtsverletzungen“ verklagt und gleich mal eben hinter den Facebook-Mauern den Begriff „Lamebook“ gesperrt, wie u.a. zeit.de am 23.11.2010 berichtet:

Die Fan-Page von Lamebook innerhalb von Facebook wurde gelöscht, und von außen war es nicht mehr möglich, die Website zu mögen, der Like-Knopf war abgeschaltet. Wer in Facebook zu der Website verlinken wollte, konnte das nicht. Wer in einer Statusmeldung den Begriff verwenden wollte, konnte das nicht. Wer in einer Facebook-Mail den Namen benutzte, bekam eine Fehlermeldung: „Diese Nachricht enthält gesperrten Inhalt, der als missbräuchlich oder als Spam gekennzeichnet wurde.“

Die Totalblockade wurde inzwischen zwar wieder aufgehoben, zeigt aber, wie die Nutzer_innen von Facebook dessen Willfährigkeit sogar in privaten E-Mails ausgeliefert sind.
Ein weiteres und gar nicht lustiges Beispiel für die Facebook-Zensur ist das Ablehnen einer Aktion-Mensch-Kampagne, wegen angeblich „unsauberer“ irreführender Werbung. Der Begriff Zensur ist übrigens angesichts der mittlerweile weltweiten Marktmacht von Facebook durchaus angebracht.

Die Plakatmotive sollen provozieren, der gute Zweck aber ist klar ersichtlich: Die Werbekampagne „Voll im Leben“ der Aktion Mensch wendet sich gegen die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen. Auf Facebook aber darf sie so nicht werben. Die Richtlinien der Community verbieten das. […]
„Die Aktion Mensch greift in der Kampagne bewusst Vorurteile auf und nutzt Formulierungen aus der Allgemeinsprache, um diese ins Positive zu wenden.“ Man wolle eben gerade zeigen, dass in Beruf, Schule oder Freizeit „ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung gut gelingen kann“. […]
Eine Sprecherin von Facebook …: „Wir von Facebook glauben, dass jeder Teil unserer Seite, einschließlich der Werbeanzeigen, zur allgemeinen Nutzererfahrung beitragen und mit dieser im Einklang sein sollte. Daher schützen wir unsere Nutzererfahrung und stellen sicher, dass die Seite sauber, einheitlich und frei von irreführender Werbung ist.“
SpOn 07.11.2010

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