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Jetzt ist Schluß! Keine „Bild“ mehr in Ottenser Kiosk und Bäckerei … Rassismus und „Stürmer“-Qualität

13. September 2010

Seit über einer Woche wird in einem Kiosk und einer Bäckerei in Ottensen keine „Bild“-Zeitung mehr verkauft, als Protest gegen den Rassismus und ausländerfeindlichen Populismus in der „Bild“. In dem taz-Interview „Jetzt ist Schluss“ (12.09.2010) erklären die beiden Boykotteure die Gründe:

taz: Warum gibt es in Ihrem Kiosk beziehungsweise Ihrer Bäckerei seit einer Woche keine Bild-Zeitung mehr?

Winfried Buck: Das lag an der Ausgabe von vorletztem Samstag, mit Sarrazin auf dem Titel und dem, was man in Deutschland doch wohl noch sagen dürfe. Die Aussagen waren so extrem rassistisch, populistisch und ausländerfeindlich, dass ich daraufhin die Bild-Zeitung wutentbrannt aus dem Programm genommen habe.

André Krause: Die Bild-Zeitung hat für mich Stürmer-Qualität. Es geht immer gegen die Hartz-4-Empfänger und die Migranten. Ich wollte die Zeitung schon vor zwei Jahren rausnehmen, aber da war ich relativ neu hier und habe sie mit geballter Faust in der Tasche weiter verkauft. Aber als ich die Aktion meines Nachbarn gesehen habe, war für mich klar: Jetzt ist Schluss.

… und die Reaktion der KundInnen sei zu über 99% positiv 😉

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