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kneift #Rösler mal wieder vor den Hausärzten? Bundesminister sagt Teilnahme am #Hausärztetag ab! #Schnösel …

14. Juli 2010

In einem Rundbrief (PDF) vom 09. Juli 2010 schreibt Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nachdem Bundesminister Rösler seit seinem Amtsantritt bislang jede Teilnahme an
einer Veranstaltung der deutschen Hausärzte abgesagt hat, erreichte uns heute auch
seine Absage zum Deutschen Hausärztetag am 16.09.2010.

Die im Auftrag der KBV und einiger Kassen exekutierte Kampfansage an die
Deutschen Hausärztinnen und Hausärzte auf dem sicheren Parkett der Bundespressekonferenz
zu beginnen, erfordert wohl weit weniger Mut, als dies den ärztlichen
Kolleginnen und Kollegen im Herbst direkt ins Gesicht zu sagen.

Viele haben gestern Abend die ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ verfolgt, in der allein
der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach die Probleme der Versorgung erkannt und
thematisiert hat. Nur Lauterbach hat die dringende Unterstützung für die Hausärzte
und die Studierenden der Allgemeinmedizin eingefordert.

Seltsam entrückt dagegen die Argumentation des Ministers, sekundiert vom
Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer Montgomery, der nicht ein Wort zu dem
angedrohten massiven Honorarverlust der größten Arztgruppe in Deutschland
verloren hat.

Bei einem Symposion der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen
wurde heute in Berlin aus dem Ministerium heraus die Gesundheitspolitik gelobt:
Die Reform solle nicht auf dem Rücken der Kranken und sozial Schwachen ausgetragen
werden.
Nur in der realen Welt, außerhalb des Bundesgesundheitsministeriums, nimmt man
deutlich wahr, dass durch diese sogenannte Gesundheitsreform vor allem die
Versicherungsbeiträge angehoben werden, also allein Lohnempfänger – ob über
Beiträge oder den Steuerausgleich – belastet werden. Die angedrohte Vernichtung
der Hausarztpraxen wird natürlich zunächst die Alten, schwer Kranken und Armen in
der Republik treffen. Auf dem Land und in den schwierigen Stadtvierteln werden dieHausärzte zuerst fehlen.
[…]
In dieser Situation der akuten Bedrohung von Hausarztpraxen wird für jedermann
erkennbar deutlich: Wir treten entschlossen für die wohnortnahe, hausärztliche
Versorgung der Patienten und innovative Versorgungskonzepte im Vertragswettbewerb
ein. Der Deutsche Hausärzteverband ist die Interessenvertretung der
Hausärzte in Deutschland.“

Ulrich Weigeldt
Bundesvorsitzender

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